
Alara Karawanserei
Eine der ersten Stationen der seldschukischen Karawanenstraße, die von Alanya nach Konya hinaufführte: Händler übernachteten in diesem steinernen Han am Ufer des Alara-Bachs. Die Inschrift über dem Tor datiert ihn auf 1231-32 und nennt Sultan Alâeddin Keykubad. Achthundert Meter entfernt thront auf dem Felsen die Burg Alara, erreichbar über einen in den Stein gehauenen Treppengang.
Der Han steht in Okurcalar, am Rand des Dorfes Çakallar. Biegt man von der Straße Antalya-Alanya ab und fährt rund acht Kilometer landeinwärts, taucht er am Ufer des Alara-Bachs auf. Der Bau umfasst etwa zweitausend Quadratmeter und besteht fast vollständig aus Quaderstein; nur an den hangseitigen Fronten wurde Bruchstein verwendet. Die sechszeilige Inschrift sitzt über dem Tor an der Nordostfassade.
Die Burg war der Wächter des Han. Die Stadtverwaltung von Alanya verortet sie siebenunddreißig Kilometer westlich der Stadt und neun Kilometer landeinwärts und hält fest, dass sie 1232 unter Keykubad neu errichtet wurde, um Handelsweg und Han zu schützen. Laut der TDV-Enzyklopädie des Islam besaß der Pavillon in der Burg figürliche Fresken, für die es in der anatolisch-türkischen Architektur kein zweites Beispiel gibt; Pavillon und Bad sind heute Ruinen.
Der Han wurde in den letzten Jahren restauriert: Der Gang rund um den Hof erhielt ein Dach aus Eisengerüst und durchsichtigen Platten. Nicht alles hatte so viel Glück; Boden, Steinbänke und Becken des Brunnen-Iwans wurden von Schatzsuchern beschädigt.
Eine Tour mit Halt am Han haben wir nicht. Wer in dieselbe westliche Richtung in den Taurus möchte, findet unten die Green-Canyon-Jeep-Safari: mit dem Oymapınar-Staudamm, Bergstraßen und einer Bootsfahrt auf dem smaragdgrünen See.
- 1231-32, Keykubad
- ~2.000 m², Quaderstein
- 800 m zur Burg

