
Tarihi Alanya Seldschukische Werft
Ein Jahr nach dem Kızılkule, 1227, ließ derselbe Sultan am Ufer eine Werft mit fünf Kammern errichten. Sie ist siebenundfünfzig Meter lang und vierzig Meter tief, die Kammern trennen Wände mit Spitzbögen. Das staatliche Kulturportal der Türkei nennt sie die einzige seldschukische Werft, die unversehrt erhalten ist. Vom Boot aus bleiben die Gewölbe innen dunkel, und das Meer reicht bis in ihre Öffnungen.
Der Eingang der Werft blickt auf den alten Hafen im Nordwesten. Rund vier Meter über der Tür preist eine fünfzeilige Inschrift Sultan Alâeddin Keykubad als Herrscher über das Land und die zwei Meere. Für einen Staat, der aus dem Inneren Anatoliens an die Küste gekommen war, war dieser Bau die Hinwendung zum Meer, in Stein festgehalten.
Jede der fünf Kammern ist mit einem Gewölbe überdeckt. Das Meer reicht nicht in alle Kammern bis ganz hinten; ihre landseitigen Enden sind teils Kies, teils Fels. Der vorspringende Raum rechts vom Eingang war ein kleiner Gebetsraum, an zwei seiner Wände fand man Fresken mit Zülfikar, dem gespaltenen Schwert: ein Ort zum Beten direkt neben der Stelle, an der die Schiffe an Land gezogen wurden.
Die Werft war bis in die 1960er Jahre in Betrieb. Heute ist sie als Schiffs- und Seefahrtsmuseum zugänglich und steht am selben Ufer wie der Kızılkule, nur einen kurzen Fußweg entfernt.
Unsere Stadtrundfahrt hält eine halbe Stunde am Kızılkule und an der Werft. Die Eintrittskarten sind nicht im Preis enthalten, wer hinein möchte, kauft sie am Eingang. Wer die Werft vom Wasser aus sehen will: Die Piratenboot-Tour fährt gleich nach dem Ablegen direkt an ihr vorbei.
- 1227
- 5 Kammern, 57 x 40 m
- Einzige erhaltene Werft

